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- Anlage fehlt
Zwei SMEIV-Mitglieder berichten:
Rückblende auf die Berufs-Weltmeisterschaften 2011 in London (world-skills 2011 London)
38 junge CH-Berufsleute kämpften in 36 Berufen vom 5. bis 8. Oktober 2011 in den riesigen Messehallen N und S (65’000 m2) im Messegelände ExCel in London-Est um Medaillen und Diplome. Am Sonntagabend, 9. Okt. 2011 fand in der O2-Arena die Preisverteilung statt. Speziell ausgezeichnet und verteilt wurden:
6 Gold-, 5 Silber- und 6 Bronze-Medaillen, im Nachgang wurden noch 12 Diplome ausgehändigt.
Die Begeisterung im Schweizersektor war grenzenlos, es wurde aber auch bei allen andern Nationen mit Ausdauer geklatscht. Im Gesamten stand die Schweiz nach Südkorea und Japan im 3. Nationenrang und an der Spitze aller Europäer.
Aus unseren Berufsfeldern hatten folgende Leute Erfolg:
Erstaunlich war, dass rund tausend Berufsbildner, Eltern, Bekannte, Wettbewerbs-Interessierte und SwissSkills-Supporter die Kandidateninnen und Kandidaten vor Ort unterstützten. Zum Beispiel der Bauschreiner Peter Enzler aus Appenzell, der mit 35 Fans in feuerroten, vom LM gesponserten Leibchen angereist war. Die meisten Fans haben Reise und Unterkunft aus dem eigenen Sack bezahlt.
Direkt neben dem Austragungsort wurde ein ad hoc Swiss-House mit Restaurant betrieben, das sich als „Drehscheibe“ und Begegnungsort etablierte. Die Gäste (Schlachtenbummler) hatten – dank S-Bahn-Anbindung – auch genügend Zeit, Kulturelles und Unterhaltendes in London-City zu erleben.
Weitere Beobachtungen und Bemerkungen:
Alle Besucher wurden beim Halleneingang kontrolliert, es herrschte Garderoben- und Sichtausweis-Tragpflicht, des Weitern erhielten wir vernünftige Verhaltensregeln um die Kandidateninnen und Kandidaten nicht mit lautem Geschwätz, Beurteilungen und direktem Blickkontakt zu stören.
Wir konnten auch feststellen, dass bei diesen Wettbewerbs-Anforderungen nebst handwerklichem Können und Belastbarkeit, das „Berufstheoretische“ sehr wichtig war und ist. Geistige Beweglichkeit und berufliches Hintergrundwissen waren/sind sehr gefragt. Aber auch die international zusammengesetzten Expertenteams waren sehr gefordert: Sie mussten die Arbeitsfortschritte umsichtig begutachten und am Schluss die Ergebnisse korrekt und vergleichend bewerten und protokollieren.
Nach dem Abschluss der Schlussfeier waren die Ausgänge der O2-Arena mit unzähligen, schwer bewaffneten Polizisten überwacht. Ihr Staunen war augenfällig, denn es gab weder Proteste noch Schlägereien.
Über die Begrüssungsfeier im Flughafen Kloten berichtete die Schweizer Presse und das SRF, das Wettbewerbsgeschehen vor Ort interessierte sie aber weniger als eine internationale Sportveranstaltung.
Die nächsten Berufsweltmeisterschaften finden im Herbst 2013 in Leibzig statt. Alle weiteren Informationen unter www.swiss-skills.ch
Ernst Frei, „Ehemaliger“ und Supporter von SwissSkills (Text) und
Christoph Thomann, Mitglied des Stiftungsrates SwissSkills (Fotos)